Ausstellungsübersicht:

 

  • Mai 2022: Fragmente Wiesbaden: "Resilience" Galleriekonzert
  • Januar 2022: Abklatsch Wiesbaden. Einzelausstellung
  • Dezember 2021: Walkmühle Wiesbaden "Die Kunst zu Schenken". Gruppenausstellung
  • April 2021: "Entity": virtuelles Galeriekonzert. Einzelausstellung virtuell
  • Dezember 2020  Walkmühle Wiesbaden "Die Kunst zu schenken". Gruppenausstellung virtuell
  • August 2020 Nassauischer Kunstverein Wiesbaden. "Mindest-Abstand-Kunst-Markt". Gruppenausstellung
  • Dezember 2019 Walkmühle Wiesbaden "Die Kunst zu Schenken". Gruppenausstellung 
  • April 2019 Wakker Wiesbaden. O.T. Einzelausstellung
  • Februar 2019 Kontext Wiesbaden. "Tropentango-Supportveranstaltung"
  • Dezember 2018 Walkmühle Wiesbaden " Die Kunst zu Schenken". Gruppenausstellung
  • April 2018 Fragmente Wiesbaden "SporenRevolution". Einzelausstellung
  • Dezember 2017 Walkmühle Wiesbaden "Die Kunst zu schenken". Gruppenausstellung
  • August 2017 Walkmühle Wiesbaden "Naturliebe – erneuerbare Haltungen". Gruppenausstellung
  • November 2016 Walhalla Theater Aufgabengebiet: Mitwirken an der multimedialen Installation "Notopia". Gruppenausstellung
  • August 2015 Praxis Parkstraße 65 o.T. Einzelausstellung
  • Mai 2015 Fragmente Wiesbaden "Wenn das Denken zum Stillstand kommt...bleibt ein Bild". Einzelausstellung

 



2022: "Resilience": Galleriekonzert

Letztes Jahr konnten wir euch, aufgrund der Pandemie, nur zu einem virtuellen Galleriekonzert einladen. Um so mehr freuen wir uns, dass dieses Format wieder live stattfinden kann.

EzraH singt selbstkomponierte, mit Klavier begleitete Stücke. Diese können am ehesten als poetische Singer/Songwriter-Musik gefasst werden wobei die erzeugte Stimmung sowohl von emotionaler Tiefe als auch von hoffungsvoller Offenheit geprägt ist. Das Konzert wird auch einige noch unveröffentlichte Lieder umfassen.

Die Arbeiten von Frédéric Ecker gehen quer durch viele Medien und Materialien wobei an dieser Austellung Leinwände als Medium im Vordergrund stehen. Die Arbeiten zeichnen sich durch Vielschichtigkeit in der Semantik und im Materal aus.

Die aktuelle Ausstellung trägt den Titel “Resilience” und beschreibt ein Themenspektrum zwischen Vulnerabilität, Überwindung und Stabilität. Im Spannungsfeld dieser Zustände lassen sich die Arbeiten beider Künstler verorten. Der Dialog zwischen Musik und Bild bietet hier die Chance einer dichten Beschreibung und läd zu spontanen Assoziationen ein. Denn für den Abend gilt: Die Wahrnehmung des Besuchers macht erst die Kunst. Wir dürfen gespannt sein!

EzraH

www.ezrah-music.com

https://www.youtube.com/channel/UCOtv8A0cctfvtwIof7B2VUw

 



2021: "Entity":virtuelles Galeriekonzert



2020 "Die Kunst zu Schenken" virtuell in der Walkmühle Wiesbaden



2020 Austellung im NKV "Mindest-Abstand-Kunst-Markt"



2019 Jährliche Verkaufsausstellung "Die Kunst zu Schenken" Walkmühle Wiesbaden

Jährliche Verkaufsausstellung "Die Kunst zu Schenken" Walkmühle Wiesbaden
Jährliche Verkaufsausstellung "Die Kunst zu Schenken" Walkmühle Wiesbaden


2019: Ausstellung im Wakker Wiesbaden



2019:Ausstellung von Objekten im Rahmen des Tropentangofestivals 2019



2018:"Die Kunst zu Schenken" Walkmühle Wiesbaden



2018: Ausstellung "SporenRevolution" in der Galerie Schillerstraße 1 in Heidelberg



2018: Fragmente Wiesbaden

Im Zentrum der Ausstellung stehen fotografische Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit Simon Hegenberg entstanden sind. Daneben werden einige Plastiken und Malereien ausgestellt, die sich mit Natur/Kultur-Dualismus beschäftigen.

Zur Umsetzung eines Objekts arrangiert der Künstler Fréderic Ecker gesammelte Fruchtkörper auf ein Trägermedium. Die aus den Fruchtkörpern ausströmenden Sporen werden über den Zeitraum des Ausströmens beeinflusst und umgeleitet. Die Sporen zeichnen so ein Negativ des Fruchtkörpers auf das Trägermedium: Ein Sporenabdruck. Ein Naturabdruck.

 Dieser wird anschließend durch verschiedene Techniken fixiert und konserviert. Es bleibt eine erstarrte Spur der Wirklichkeit. Diese trägt nur noch eine Ahnung ihres Ursprungs in sich, da das worauf sie referiert, künstlerisch überformt und ästhetisch verzerrt ist. So erreicht die durch den Fruchtkörper repräsentierte Natur ihre erste Station der kulturellen Abstraktion.

 Das so generierte Negativ der Natur besteht gleichsam aus der Essenz natürlicher Prozesse: der Spore. Dieser so erzeugte Dualismus wurde anschließend ein zweites Mal, in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Künstler und Fotografen Simon Hegenberg, im Medium der Fotographie durch Abstraktion in eine neue Beziehung zueinander gesetzt.

Licht, digitale Tiefe und das an Ästhetik orientierte Arrangement dominierten gegenüber dem Basalen-Organischen. Es weitet sich der Raum zu menschlichen Projektionen und es drängt zur kulturellen Inkorporation. Dennoch verbleibt eine Spur des Natürlichen als organische Basis erkennbar. Der Künstler versucht durch diese Techniken den theoretischen Streitpunkt um den Natur/Kultur-Dualismus für den Betrachter erfahrbar zu machen. Er vertritt den Standpunkt, „[...] der Mensch, der die Natur nie erreicht, da er diese immer nach kulturellen Gesichtspunkten wahrnimmt, kann gar nicht anders, als aus einem Naturgegenstand einen Kulturgegenstand zu machen. Oder genauer: Der Mensch lässt die Natur, aufgrund seiner Beschränktheit, auf sich selbst immer in kulturelle Gussformen ein. Die Natur mag es geben, sie ist für den Menschen aber nicht erreichbar, da dieser bar seines Menschseins die Natur seinen kulturellen Vorstellungen unterwirft und sie praktisch oder im Geiste nach seinen Paradigmen bebaut“. Die in den Arbeiten vielseitige Offenbarung dieser Annahme ist mit dem Glauben verknüpft, dass die Erkenntnis über diese Trennung gleichsam der Schlüssel zu deren Annäherung ist. Diese Annäherung ist nicht optional, sondern eines der dringendsten Anliegen derjenigen Menschen, die auf diesem Planeten eine Zukunft haben wollen.

 



2017: "Naturliebe – erneuerbare Haltungen" (15.10.2017)

Teilnahme Schwerpunktausstellung "Naturliebe – erneuerbare Haltungen" in der Walkmühle

Die Ausstellung wird von Axel Schweppe kuratiert und befasst sich im Kern mit der künstlerischen Auseinandersetzung von Natur-Kultur-Verhältnissen und wählt dabei verschiedene Schwerpunkte:

Etwa die Frage, welchen Beitrag Kunst leisten kann, um notwendige Veränderungen im Umgang mit Natur herbeizuführen.
So heißt es im Einführungstext des Katalogs einleitend:
"Das Potential künstlerischer Utopien soll [...] in einen Dialog mit lokalen zukunfts- orientierten Initiativen gebracht werden. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Vernetzung mit regionalen Projekten, Initiativen und Einzelpersonen, die zukunftsweisende Ansätze im Umgang mit Natur aufzeigen. Das reicht von kleinsten Ideen und neuen Verhaltensweisen im Alltag bis hin zu ökologischen Firmenkonzepten. Ein Ausstellungsraum wird für die Präsentation von Beispielen eingerichtet, die Erkenntnisse der Notwendigkeit von Verhaltensänderungen in konkretes Handeln umsetzen. Weiterhin werden in einem Begleitprogramm zur Ausstellung neue Ideen und Anregungen vorgestellt und diskutiert"


Informationen zur Ausstellung finden Sie hier:
http://www.walkmuehle.net/VERANSTALTUNGEN/2017/201708Natur/201708Natur1.html



2017: Flamingoseitlinge in Rohren:

Was ist Natur bzw. Kultur, da ohne Gegenüber (noch) nicht denkbar?

Im herrschenden Diskurs zeichnet sich ab, dass der Naturbegriff zur Ausbeutung eines vage gefassten Außermenschlichen Verwendung findet. Der Diskurs hat dabei jüngst die Tendenz – der kapitalistischen Produktionsweise unterworfen – den Begriff der Natur zu romantisieren (Natur ist per se gut) und folglich als Kaufanreiz oder Profilierungsgegenstand (Bio, Öko, Greenwashing etc.) zu instrumentalisieren, wobei die Illusion entsteht, dass der Mensch die Natur nicht nur liebe, sondern sogar rette und erhalte, sogar oftmals erst ermögliche. Die nicht zu leugnende Ausbeutung, Unterwerfung und Zerstörung der Natur wird im Deckmantel dieser Haltung verschleiert oder in einen Bereich des irgendwie gearteten "Außen" (der großen Produzenten "da draußen") verortet. Übrig bleibt ein Widerspruch, der nur über die zur Arbitrarität neigenden Offenheit des Begriffs verstehbar ist, wodurch dieser dazu einlädt, die unverschämtesten Widersprüche zu konstruieren und zu vertuschen, dass die eigene menschliche Lebensgrundlage sich sukzessive selbst entzogen wird.

 Die "Flamingoseitlinge in Rohren" suchen danach, alternative Perspektiven auf den Naturbegriff zu eröffnen, um Raum für eine Veränderung der Denkweise Kultur/Natur  zu schaffen. Auf den ersten Blick: Natur in Form von Pilzen innerhalb des zentralen kulturellen Elementes des Hauses. Eng verknüpft, fast symbiotisch verquickt. Das dialektische Begriffspaar Kultur/Natur fällt zusammen. Die Natur als Extension des Menschen/der Kultur  und umgekehrt. Gleichzeitig findet aber der performative Prozess statt, der die umfassende Unterwerfung der Natur durch den Menschen repräsentiert. Nach ästhetischen Gesichtspunkten gewählt, künstlich beimpft[1], geformt,  geerntet, einverleibt. Es wird deutlich: Der Mensch, der die Natur nie erreicht, da dieser immer nach kulturellen Gesichtspunkten handelt, kann gar nicht anders, als aus einem Naturgegenstand einen Kulturgegenstand zu machen. Oder genauer: Der Mensch, lässt die Natur aufgrund seiner Beschränktheit auf sich selbst immer in kulturelle Gussformen ein. Die Natur mag es geben, sie ist für den Manschen aber nicht erreichbar, da dieser bar seines Menschseins die Natur seinen kulturellen Vorstellungen unterwirft und sie praktisch oder im Geiste nach seinen Paradigmen bebaut.                                                                                     

 Die Arbeit versucht zwei radikale und radikal unterschiedliche Denkweisen des Vorstellungsraums "Natur" in sich zu vereinen und damit ein semantisches Spielfeld aufzuspannen, dass den herrschenden Naturbegriff dekonstuiert. Ist der Mensch Natur und liebt und zerstört sich selbst oder ist die Natur für den Menschen nicht erreichbar und es muss anerkannt werden, dass Naturschutz immer Kulturschutz ist[2], wodurch die Ausbeutung

der Natur aus dem Schleier ihrer Romantisierung gerissen wird? Diese schmerzlichen Fragen bergen für den                        Foto: Johanna Ranacher

Künstler das Potential einer angemessenen Veränderung unserer Haltung.


[1] Beimpfen oder Inokulation bezeichnet in diesem Fall den mikrobiologischen Prozess des Hinzufügens eines replikationsfähigen Fruchtkörperteil des Pilzes auf ein Substrat. Hier wurde zunächst ein Fruchtkörperteil extrahiert und anschließend auf einem Nährboden in einer Petrischale vermehrt. Abschließend wurde die so gewonnene besiedelte Aufzuchtkulur mit dem autoklavierten Zuchtsubstrat gemischt und nach dem Durchwachsen in die Rohre eingelegt.

[2] Hier zurückgehend auf Heike Egners Forderungen nach Non-dualistischen Perspektiven auf Fragen des Naturschutzes.

 


Performativer Akt in Bildern:

Im Rahmen der Ausstellung "Naturliebe-Erneuerbare Haltungen" Pilzernte von Rohren

Fotos: Samira Schultz



2016: Notopia

Mitwirken an der multimedialen Installation "NOTOPIA" im historischen SPIEGELSAAL des WALHALLA THEATER WIESBADEN. Mitwirkende Künstler und Aspekte der Installation:

Simon Hegenberg - Komposition, Video, Skulpturen

Mario Harlos - Signale und Sounds

Frédéric Ecker - Substrate

Marie Fromme - Texte

Niklas Kleber - Sounds

Jason Sellers - Fotografie

(Oben) Gesamtübersicht der Installation (Ohne visuelle Elemente wie Video, Stroboskop ect.)

(Eigenan-)teil eines Ganzen: Skulpturaleelemente, Substrate und Pilze.

Fotos: Simon Hegenberg



2015: AUSSTELLUNG FRAGMENTE WIESBADEN

Wenn das Denken zum Stillstand kommt...bleibt ein Bild

In Anlehnung an Nietzsches Technik der vieldeutigen Allusionen wurde ein offener Titel gewählt, der zum Denken einlädt. Der Künstler deutet ihn so, dass der künstlerische Schaffensprozess als eine kreative Erweiterung rationaler Gedankenprozesse begriffen werden kann. Nach dem Motto "Wenn das Denken versagt, geh´ in die Handlung", als eine Aufforderung zur Tat, hinaus aus der Lethargie der Theorie.

Der Titel kann auch als Rettung aus gescheiterten, von Willkür durchdrungenen Gedankenprozessen gedeutet werden, nach dem Motto „Wenn das Denken zum Stillstand kommt...bleibt einem nichts übrig, als in den kreativen Prozess zu gehen“. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Materialien, mit Symbolen und Allegorien betrachtet der Künstler als eine Notwendigkeit und Überlebensstrategie des Geistes. Individuelle Auslegungen durch die Besucher sind erwünscht, da der Künstler es vermeiden will, eine Deutungshoheit zu etablieren. Diese Ausstellung umfasst neun Bilder und zwei Skulpturen aus einer Schaffensperiode von ca. fünf Jahren. Die Werke sind durch zwei essentielle Grundgedanken miteinander verbunden:

1) Das „gemacht Sein“ der Werke wird bewusst herausgestellt: Offene Stellen sollen hier als offene Prozesse verstanden werden, wodurch die Prozesshaftigkeit und Offenheit von Gedanken markiert wird. Es gibt keine Rahmung der Bilder, um diese nicht auf ein quasi-metaphysisches Podest zu stellen, das eine Abgeschlossenheit und Deutungshoheit suggeriert. Zudem werden Einsichten in Fixierungs- und Kolorierungs-Techniken gegeben. Kurz gesagt: Die Werke wollen deutlich machen, dass die Verzauberung der Welt selbst geschaffen werden kann. Sie wollen den Betrachter ermutigen, in der entzauberten Welt der Moderne irrationale Ansätze und Handlungen der Mystifizierung wieder aufzunehmen.

2) Die Werke dienen dem Künstler aber auch als Möglichkeit der Fixierung von Gedankenkonglomeraten sowie deren Erweiterung. Wie in einem Tagebuch können zermürbende, belastende, oft zum Scheitern verurteilte rationale Auseinandersetzungen niedergelegt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden - oft mit dem Ergebnis, neue Perspektiven zu erlangen, ohne jedoch eine endgültigen Bestimmung zu beanspruchen.